Der Saphir

Der Saphir ist dem Rubin sehr ähnlich. Er gehört ebenfalls zur Gruppe der edlen Korunde und unterscheidet sich vom Rubin nur durch seine Farbgebung. Während früher nur die blauen Korundsorten als Saphir galten, werden heute alle nicht-roten Korunde als Saphire bezeichnet. Gelbe Steine tragen dann zum Beispiel den Namen „Gelber Saphir“.

Die Farben werden durch die Art der eingeschlossenen Fremdelemente in die Aluminiumoxidstruktur des Korunds bestimmt. Das charakteristische saphirblau wird durch Eisen und Titan bestimmt, geringere Eisengehalte führen zu eher grünlichen oder gelblichen Steinen, während Vanadium zu einem violetten Erscheinungsbild des Edelsteins führt.

Saphire kommen häufiger in der Natur vor als Rubine, da beim Rubin möglichst nur Chrom als Fremdelement vorhanden sein darf. Saphirvorkommen befinden sich in Südostasien (Thailand, Birma, auf Sri Lanka), in Australien, in den USA, in Brasilien, in Zentralafrika und auch vereinzelt in Finnland.

Bekannte und äußerst wertvolle Saphire befinden sich im Museum für Naturgeschichte in New York („Der Stern von Indien“ – 536 Karat und „Der Mitternacht-Stern“ – 116 Karat). Der größte je gefundene Saphir hatte ein Gewicht von über 12 Kilogramm (63000 Karat).